Mit zunehmendem Alter verringert sich die Zellerneuerungsrate der Haut und Hautschuppen werden nicht mehr wirkungsvoll abgeschilfert. Dadurch erscheint die Haut stumpf, trocken und von Schuppen bedeckt.
Außerdem verliert die Haut im normalen Alterungsprozess an Elastizität und es bilden sich kleine, mit der Zeit sich vertiefende Falten. Beschleunigt wird dieser Prozess, durch Lebensgewohnheiten wie häufige Aufenthalte in der Sonne, Rauchen, Alkohol, Stress oder falsche Ernährung.
Die oberste Haftschicht, die Epidermis, setzt sich aus mehreren
Zellschichten zusammen. Von der untersten Schicht bilden sich immer wieder neue Hautzellen heraus. Sie wandern zur Hautoberfläche und werden in Form von Hornschuppen abgestoßen. Im Alter und durch Umwelteinflüsse (z. B. UV-Strahlung) werden diese Abläufe gestaut und die Haut verändert sich.
Neben der Epidermis verdünnt sich die darunterliegende Dermis. Auch das Subkutangewebe erschlafft zunehmend. Dies führt zusammen mit der Abnahme der Hautspannung zur Faltenbildung und Erschlaffung der Haut. Abhängig vom Hauttyp und den Lebensgewohnheiten kann die Hornschicht im Alter dicker werden.
Gleichzeitig kommt es zu Veränderungen des genetischen Materials in den Hautzellen. Eine gestörte und veränderte Verhornung der Haut („solare Keratose“) ist die Folge.
Die Haut ist das größte Organ des menschlichen Körpers. Sie schützt vor äußeren Einflüssen, reguliert die Körpertemperatur und bildet eine wichtige Barriere gegen Bakterien und Umweltbelastungen.
Viele Hautprobleme entstehen durch:
hormonelle Veränderungen
genetische Veranlagung
falsche Hautpflege
Umweltbelastungen
Stress oder Ernährung
Professionelle Behandlungen können die Haut deutlich verbessern.
Der wichtigste Faktor für langfristig gesunde Haut ist jedoch die richtige tägliche Heimpflege.
Normale Haut
Merkmale:
feine Poren
Ausgeglichene Talgproduktion
glatte, elastische Haut
selten Unreinheiten
Empfehlung:
milde Reinigung
Feuchtigkeitspflege
Täglicher Sonnenschutz
Fettige Haut
Merkmale:
vergrößerte Poren
glänzende Haut
erhöhte Talgproduktion
häufig Mitesser und Pickel
Pflege:
klärende Reinigung
leichte Gel- oder Fluidpflege
regelmäßige Ausreinigung
Trockene Haut
Merkmale:
Spannungsgefühl
schuppige Haut
empfindliche Hautbarriere
frühe Fältchen
Pflege:
reichhaltige Feuchtigkeitscreme
lipidaufbauende Pflege
milde Reinigung
Mischhaut
Merkmale:
fettige T-Zone
trockene Wangen
Unterschiedliche Hautbedürfnisse
Pflege:
ausgleichende Pflege
leichte Feuchtigkeitsprodukte
Teenagerhaut
Während der Pubertät produzieren die Talgdrüsen mehr Hautfett. Dadurch können Poren schneller verstopfen und Unreinheiten entstehen.
Typische Probleme:
Mitesser
Pickel
entzündliche Akne
Akne & Hautunreinheiten
Akne entsteht, wenn Talg, abgestorbene Hautzellen und Bakterien die Poren verstopfen. Daraus können verschiedene Arten von Hautveränderungen entstehen.
Mitesser (Komedonen)
Blackheads – offene Mitesser
dunkle Punkte auf der Haut
entstehen durch oxidierten Talg
Whiteheads – geschlossene Mitesser
kleine weiße Erhebungen
Poren vollständig verschlossen
Papeln
kleine rote Hauterhebungen
entzündete Poren ohne Eiter
Pusteln
entzündete Pickel mit Eiter
roter Rand mit weißem Zentrum
Noduli
tieferliegende, schmerzhafte Entzündungen
entstehen tief unter der Haut
Zystische Akne
große entzündliche Knoten
häufig schmerzhaft
können Narben verursachen
Milien (Grießkörner)
Milien sind kleine, weiße Keratinzysten unter der Haut.
Typische Stellen:
Augenpartie
Wangen
Stirn
Behandlung:
professionelle Entfernung
Peelings
Retinolpflege
Rosacea
Rosacea ist eine chronische Hauterkrankung mit:
Rötungen im Gesicht
sichtbaren Äderchen
empfindlicher Haut
Auslöser:
Hitze
Alkohol
scharfe Speisen
Stress
Couperose
sichtbare rote Äderchen
empfindliche Haut
häufig an Wangen und Nase
Pigmentflecken (Hyperpigmentierung)
Pigmentflecken entstehen durch eine Überproduktion von Melanin.
Ursachen:
Sonneneinstrahlung
hormonelle Veränderungen
Hautentzündungen
Behandlung:
Fruchtsäurepeelings
Pigmentseren
konsequenter Sonnenschutz
Vitiligo (Weißfleckenkrankheit)
Vitiligo ist eine Pigmentstörung, bei der die Haut weiße, pigmentlose Flecken entwickelt.
Ursache:
Verlust der pigmentbildenden Zellen
Behandlung:
dermatologische Therapie
Lichttherapie
kosmetische Abdeckung
Ekzeme (Dermatitis)
Ekzeme sind entzündliche Hautreaktionen mit:
Rötung
Juckreiz
trockener oder schuppiger Haut
Neurodermitis (atopische Dermatitis)
Chronische Hauterkrankung mit:
trockener Haut
starkem Juckreiz
entzündeten Hautstellen
Pflege:
intensive Feuchtigkeit
reizfreie Pflegeprodukte
Barriereschutz
Kontaktdermatitis
Allergische Hautreaktion auf äußere Reize.
Mögliche Auslöser:
Kosmetikprodukte
Metalle
Duftstoffe
Reinigungsmittel
Herpes (Herpes simplex)
Herpes ist eine Virusinfektion, die meist an Lippen oder Nase auftritt.
Symptome:
Brennen oder Kribbeln
kleine schmerzhafte Bläschen
Krustenbildung
Auslöser:
Stress
geschwächtes Immunsystem
intensive Sonneneinstrahlung
Periorale Dermatitis (Mundrose)
Entzündliche Hauterkrankung im Mundbereich.
Merkmale:
kleine rote Papeln
trockene Haut
Spannungsgefühl
Auslöser:
überpflegte Haut
zu viele Kosmetikprodukte
kortisonhaltige Cremes
Große Poren
entstehen durch erhöhte Talgproduktion
häufig bei fettiger Haut
Keratosis pilaris (Reibeisenhaut)
kleine, raue Hauterhebungen
häufig an Armen und Oberschenkeln
Warzen
gutartige Hautveränderungen
verursacht durch HPV-Viren
Hautpilz
Pilzinfektion der Haut
verursacht Juckreiz und Rötungen
Professionelle Kosmetikbehandlungen können das Hautbild deutlich verbessern.
Der wichtigste Faktor bleibt jedoch:
Die richtige tägliche Heimpflege.
Die Pflege sollte:
individuell auf den Hauttyp abgestimmt sein
regelmäßig angewendet werden
der Empfehlung einer Kosmetikerin entsprechen
Nur durch die Kombination aus professioneller Behandlung und konsequenter Heimpflege kann langfristig ein gesundes Hautbild erreicht werden.